{"id":245,"date":"2012-12-11T21:42:46","date_gmt":"2012-12-11T19:42:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p177080.webspaceconfig.de\/?p=245"},"modified":"2016-11-02T07:54:20","modified_gmt":"2016-11-02T06:54:20","slug":"warum-schreibst-du-nicht-ein-buch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/janrohlfing.com\/index.php\/2012\/12\/warum-schreibst-du-nicht-ein-buch\/","title":{"rendered":"Warum schreibst Du nicht ein Buch?"},"content":{"rendered":"<p>Diese Frage wird mir oft gestellt und ich pflege zu antworten, dass man das Rad nur einmal erfinden kann und Papier \u00e4u\u00dferst geduldig ist. Seit den 40\u00b4ziger Jahren bis heute sind unz\u00e4hlige Lehrb\u00fccher f\u00fcr Schlagzeug auf dem Markt erschienen \u2013zudem DVD\u00b4s und durch das Internet zahllose Clips, Filme, Tutorials und Unterrichtseinheiten zum download oder konsumieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Grunde wurden alle Zusammenh\u00e4nge und Methoden bereits in B\u00fcchern ver\u00f6ffentlicht und in anderen B\u00fcchern wieder neu aufbereitet \u2013 im Kern das Gleiche. Als Beispiel m\u00f6chte ich Gary Chaffee\u00b4s Fatback-\u00dcbung nehmen, die auf DVD\u00b4s und in B\u00fcchern anderer \u2013 durchaus namhafter &#8211; Autoren wieder aufbereitet werden; leider ohne Referenz an Gary Chaffee. Nat\u00fcrlich kann ein Buch wie Jim Chapins \u201eAdvanced Technique for the Modern Drummer\u201c das 1948 erschienen ist, eine Update zum Beispiel durch John Rileys \u201eThe Art of Bop Drumming\u201c erfahren, es ist aber nicht n\u00f6tig noch weitere f\u00fcnfundzwanzig B\u00fccher \u00fcber eben das gleiche Thema zu schreiben.<\/p>\n<p>Wir reden in der Regel von Schlagfolgen und h\u00e4ufigen Schlagkombinationen\u00a0 (Rudiments), die in einer Balance am Set zusammen gesetzt \u2013 (Koordination, Sound, Sitzposition) \u2013 dies zum Einen linear (Groupings) oder nicht linear und zudem in den Hauptunterscheidungsmerkmalen der rhythmischen Gliederung eines Pulsschlages (Timing) \u2013 Viertel, Achtel, Triolen, Sechzehntel, Sechzehntelnotentriolen, etc. dargeboten werden. Das Ganze wird graphisch dargestellt (Notenlehre) und spannenderweise in Form von Musikst\u00fccken interpretiert (Chart Reading). Es muss gut und stilgem\u00e4\u00df klingen (Equipment, Recording) und Grooven (Mikrotime, Feel). Das mag spr\u00f6de und wissenschaftlich klingen, fasst aber im Kern die Themen zusammen, die in allen Lehrb\u00fcchern wiederholt auftauchen.<\/p>\n<p>Eine Ausnahme bilden hier vielleicht Lehrb\u00fccher \u00fcber Weltmusik, deren Interpretation schon allein durch den Geist und die Lebensart der Ausf\u00fchrenden nicht immer in Wort und Bild dargestellt werden kann. Somit ist das wirklich brasilianische, kubanische oder afrikanische Rhythmuskonzept in B\u00fcchern nur schwerlich zu finden. Dennoch gibt es hier durchaus empfehlenswerte Literatur, die mit einer Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Dinge, die nicht zwischen den Noten stehen auch durch ein Buch in den Grundformen erarbeitet werden kann \u2013 meiner Ansicht nach nur begleitet durch einen kompetenten Lehrer.<\/p>\n<p>Eine weitere Komponente, die eine Wiederholung eines Themas rechtfertigt, ist die Sichtweise des Betrachters \u2013 hier des Autors. So ist es ausgesprochen lehrreich die Worte Peter Erskins \u00fcber Musik in seinen B\u00fcchern zu lesen \u2013 oder die ausgesprochen weisen Essays von dem Multi-Perkussionisten Airto Moreira in dem Buch \u201eSpitit of Percussion\u201c zu lesen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich nat\u00fcrlich hiermit nicht als \u00fcber Alles erhaben darstellen; warum soll es nicht m\u00f6glich sein, ein neues Lehrbuch mit tats\u00e4chlich bis dato noch nicht da gewesenem Inhalt schreiben? Bei Neu-Erscheinungen stelle ich jedoch so gut wie immer fest, dass das Buch im Grunde nichts wirklich Neues aufgreift, sondern Themen darstellt, die es an anderer Stelle schon lange gibt.<\/p>\n<p>Der Online Shop \u2013 sowie die Blogs \u2013 auf dieser Seite, sind vielleicht in Teilen als \u201emein Buch\u201c zu verstehen \u2013 in sofern als dass ich hiermit eine Textsammlung und Kommentare \u00fcber B\u00fccher schreibe \u2013 ein Leitfaden \u00fcber die von mir empfohlene und erprobte Literatur f\u00fcr Schlagzeug und dar\u00fcber hinaus. Ich erhebe weder den Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, noch m\u00f6chte ich Kollegen und Autoren br\u00fcskieren, deren Werke hier nicht aufgef\u00fchrt sind. Selbstverst\u00e4ndlich ist die Auswahl auf diesem online Shop nicht mit der der gro\u00dfen Internet Anbieter der einschl\u00e4gigen Sparte zu vergleichen \u2013 es ist gemeint als feine Auswahl der von uns am Drummers Institute und von mir ganz pers\u00f6nlich zum Teil seit Gr\u00fcndung im Jahre 1988 gepr\u00fcften und angewandten Schlagzeugliteratur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Frage wird mir oft gestellt und ich pflege zu antworten, dass man das Rad nur einmal erfinden kann und Papier \u00e4u\u00dferst geduldig ist. 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