Zildjian Cymbals

Warum spiele ich diese Becken?

Ich bin großer Becken Freund und Zildjian Fan – Letzeres nicht zuletzt, weil ich mich als stolzer Zildjian Endorser tatsächlich als „Part oft he family“ fühle. Die Leute bei Zildjian sind super nett, der Service funktioniert und ich bin über all die Jahre bestens betreut! Vielen Dank an Zildjian: Tina Clark, Bob Wiczling, Craigie Zildjian, John DeChristopher und Thomas Franke!

 Jans Big SetBig Set Cymbals

Ride
Ich bin ganz klar ein „K-Zildjian“- Typ, geprägt von den Jazzdrummern die eher einen trockenen Sound bevorzugen; die sich einerseits im Jazz nicht zu hart und aggressiv darstellen, andererseits im Rock und Popbereich über genug Durchsetzungsvermögen verfügen.  Natürlich spiele ich als alter Pat Metheny Fan gerne Flat Rides – manchmal mit Nieten für Besenspiel – und setze zwei Constantinople ein: eines für Theater Arbeit (20“ High Ride leicht abgeklebt für mehr Kontrolle) und das andere (20“ Med. Thin Low Ride) eher für Jazzgigs. Beide funktionieren gut im Studio. Die Becken müssen einen warmen Unterton und nicht diesen nervenden aggressiven „Ping-Sound“ haben und ich achte hierbei sehr auf die Sticks bzw. den Sound der verschiedenen Stickköpfe – wechsle also die Sticks manchmal je nach Stil und Gig.  Seit einiger Zeit spiele ich ein wunderschönes 21“ Dry Special Ride mit Nieten, welches phantastisch im Studio aber auch Live in Kombination  mit dem oben genannten 20“ Medium Thin Low Constantinople funktioniert. Letzteres erspart mir oft ein zusätzliches Crash, da man das Becken mit etwas sensibler Spielweise durchaus als Crash benutzen kann; wobei ich eigentlich immer mein 15“ K-Custom Fast crash im Gepäck habe um Akzente zu setzten, die einen höheren Frequenzspektrum benötigen. Für den Rockbereich habe ich mich für ein 22“ K-Hi Definition Ride entschlossen – groß und kräftig genug um eine Band zu tragen – und doch eine kleine Homage an Tony Williams, der ja durchaus rockig gespielt hat!

Crashes:
Schon zu meinen Studienzeiten am Percussion Institute of Technology (P.I.T.) in L.A. hat mich mein Lehrer Steve Houghton auf Crash Becken in ungeraden Größen gebracht, die ich noch heute spiele: ein 15“ K´Custom Fast Crash und ein 17“ K-Custom Hybrid Crash welches etwas schärfer klingt als das normale 17“ K-Custom Fast Crash. Meine Vorstellung von Crash Becken sind – abgesehen von dem tonalen Aspekt zweier Crashbecken zueinander -, dass die Becken brilliant klingen müssen, schnell ansprechen und einen Akzent gut stützen müssen. Die Becken sollten nicht dröhnen und einen angenehmen Klang haben – zudem auch einen guten Rebound  bzw. ein gutes Spielgefühl entwickeln und sich in möglichst viele Stile einbetten lassen. Ich persönlich mag keine zu dicken Becken, da mir das Spielgefühl zu unsensibel und der Sound oft zu vereinnahmend ist.

Hi Hats
Ich spiele je nach Gig zwei Paar Hi Hats – auch hier wieder die K´s -: ein 13“ Custom Special Dry Head, die nicht zu laut und sehr präzise sind. Dieses Paar nehme ich gerne für Theater- (z.B. Cabaret) oder Dinnerjobs. Sie funktionieren aber auch super für Funk und Fusion. Das zweite Paar gehört ebenfalls zu meinen absoluten Lieblingen: ein 14“ K-Hi Hat Brilliant Finish; diese Becken klingen satt, je nach Anschlag (z.B. mit dem Schaft des Stockes a la Carter Beauford) fett und funkig, setzen sich als Pop/Rock Becken gut durch und machen im Studio viel Spaß!

Jans Jazz Set

Jazz Set Cymbals

 

Effektbecken / Splashes, etc.
Last not Least: die ganzen Spielzeuge oder auch Effektbecken bzw. Splashes genannt. Ich habe drei Splashes, die ich vor einigen Jahren bei Zildjian in Sunningdale (noch vor der Dependance in London) ausgesucht habe. Jawohl: Splashes können viele Jahre halten! Obwohl es sich um zwei verschiedene Serien handelt (A Custom und Hybrid), passen die Drei toll zusammen – wobei ich selten alle drei Splashes zusammen einsetze. Das 6´er A- Custom ist schnell, kurz und funktioniert natürlich gut zum Beispiel bei einer 20´er Jahre Revue; das 8´er A-Custom klingt naturgemäß etwas voller und hat mehr Ton und das 9“ (Achtung ungerade) Hybrid kann schon als Mini-Crash durchgehen und macht Spaß um die drei Splashes auch in einer Art Melodiekontext einzusetzen.

Durch Billy Cobham – das große Vorbild meiner Kindheit – habe ich immer eine Schwäche für große Swishes oder Chinas, die natürlich auch im Big Band Bereich mit Nieten in der Kombination z.B. mit Saxophonen super klingen (Mel Lewis, Jeff Hamilton, Peter Erskine)! Ich mag diesen warmem, tragenden Sound eines orientalischen Gongs oder TamTams (z.B. wenn man mit Mallets spielt) und den fliegenden Sound wenn man das 20“/22“ China als Ride benutze wie zu hören bei dem Mahavishnu Orchestra. Somit bin ich mit dem Oriental China Trash bestens vertraut! Um ein bisschen „Salz und Pfeffer“ – vielleicht eher Chili – im Gepäck zu haben, konnte ich mir ein 12“ Oriental Trash nicht verkneifen; aber auch hier mit der nötigen Wärme im Grundton um die Zuhörer und mich nicht zu belästigen. Ebenso orientalisch, türkisch aber nicht so schwerfällig wie das 20“ Oriental spielt sich das 16“ A-Custom EFX das durch seine Perforierung sehr schnell anspricht und auch mit den Händen gespielt werden kann.

Bei einem meiner letzten Besuche bei Zildjian wurde mir noch ein „Bonbon“ präsentiert, welches ich sofort auch einem Recording eingesetzt habe: das 18“ Spiral Trap; nicht nur, dass es futuristisch aussieht, sondern es klingt – bei vorsichtiger Handhabung – außergewöhnlich und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Effektbecken.

Natürlich trage ich nicht diese ganzen oben genannten Becken mit mir auf jedem Job mit! Es gibt viele kleine Gigs, bei denen ich nur ein Crash, ein Ride und ein Paar Hi Hats mitnehme. Damit kommt man auch bestens klar! Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch bei einem kleinen Job gerne zwei Rides mitnehme, damit ich für die Kollegen und mich eine schöne Abwechslung im Sound habe.

 Jans Regular Set

Regular Set Cymbals