Vita

Jan Rohlfing– geboren 1964 – wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Sein Vater war Geschäftsmann aber auch sehr interessiert und aktiv in Kunst, Musik und dem Klavierspiel – so wurde Jan früh durch Jazz, Rock und Pop Musik der damaligen Zeit beeinflußt. Der Jazzpianist George Maycock war ein guter Freund der Familie, so das Jan schon im Alter von sechs Jahren die Möglichkeit hatte, mit George Maycock zu spielen. Nebenbei erhielt Jan dabei praktischen Unterricht bei Big Fletchit, dem Schlagzeuger und Ali Haurant, dem Kontrabassisten von George.

Jans erster Schlagzeuglehrer Herwig Mitteregger – Spliff and Nina Hagen – lehrte Jan die ersten Schritte von Rock and Pop Music vor dem Hintergrund eines klassisch ausgebildeten Schlagzeugers. Parallel zum Schlagzeug bekam Jan Klavierunterricht und wurde hier schon früh gefördert seine eigenen kleinen Kompositionen und Melodien vorzutragen. Später, während der Grundschule, erhielt Jan Schlagzeugunterricht bei Sigfried Kolbe an der Musikschule Düsseldorf. Hier wurde er an die klassische europäische Schlagzeugliteratur (Agostini, Keune, Hofrainer) geführt aber ebenso  weiterhin im Jazz geschult.

 

Die ersten Bands in denen Jan spielte, hatten – neben Pop und Rock (a la Beatles oder Deep Purple) einen starken Jazz Rock, Fusion und Funk Einfluss im Stile von Wishbone Ash, King Krimson, Averadge White Band, Earth Wind & Fire, Rare Earth, Bloods Sweat & Tears, Mahavishnu Orchestra und nicht zuletzt Frank Zappa. Eine der ersten Bands hatte Jan mit dem Pianisten Hans Steingen, der nach wie vor sehr aktiv in der Musikszene ist und mit dem renommierten Werbemusik Produzenten Oliver Kehls.

Noch während seiner Schulzeit komponierte und produzierte Jan verschiedene Werbemusiken und Trailer beispiesweise für die Firmen Hoesch und MBB sowie einen weltweit ausgestrahlten Jingle der Deutschen Welle für das European Journal.

Nach seinem Abitur begann Jan ein BWL Studium in Köln. Aufgrund seiner starken Affinität zur Musik und zum Schlagzeug und bedingt durch die Tatsache, dass Jan während seiner Studienzeit ausgesprochen beschäftigt in verschiedenen Bands und Produktionen war, entschied sich Jan, dass BWL Studium nach vier Semestern vorzeitig abzubrechen und ein neues, professionelles Schlagzeugstudium in den USA zu beginnen.

Nachdem er ein populäres Band- und Recordingproject mit der Südafrikanischen Band „The Reespect“ beendet hatte, began Jan sein Studium am Drummers Collective in New York und später am Musicians Institute of Technology – PIT in Los Angeles. Hiermit war es ihm möglich, die damals beste Ausbildung für modernes Schlagzeugspiel zu erhalten.

Die Zeit in New York und Los Angeles kann als die wichtigste Zeit für die zukünftige berufliche Entwicklung für Jan bezeichnet werden.

Während seiner Studienzeit erhielt Jan unter anderem Unterricht bei großartigen Musikern wie Joe Porcaro, Ralph Humprey, Steve Houghton, Kim Plainfield, Frank Malabe, Joe Diorio, Efrain Torro, Gary Willis und vielen mehr. Jan war sehr interessiert und aktiv darin, verschiedene Musikstile zu lernen und spielen – außerdem stark beeinflußt von der Passion und dem Lebensstil der amerikanischen Musiker. Er spielte unter anderem mit Jeff Andrews, Leni Stern, Luis Conte, war eng befreundet mit Mike Clark (Herbie Hancock) und Frank Malabe (verschiendene Latinbands) und nahm Privatunterricht bei Peter Erskine, Rod Morgenstein oder Gary Chaffee um nur einige zu nennen.

Nach erfolgreichem „Certificate“ – Abschluss in New York und dem „Vocational with Honor“ – Abschluss in Los Angeles wurde Jan zudem mit dem „Zildjian-Drummer of the Year“ ausgezeichnet.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete Jan Rohlfing 1988 das  Drummers Institute als weltweit erste angeschlossene Schlagzeugschule des New Yorker Drummers Collective. Im Rahmen des Drummers Institute hat sich Jan stets durch seine internationalen Gastdozenten wie Simon Phillips, Terry Bozzio, John Riley, Adam Nussbaum und Billy Cobham weitergebildet und deren Spiel analysiert. Ebenso hatte er die Möglichkeit durch seine enge Verbundenheit zu Frank Malabe einen intensiven und authentischen Zugang zur Latin Musik zu bekommen. Beide planten die Veröffentlichung eines gemeinsamen Lehrbuches zu dem es leider nicht kam, da Frank Malabe vorzeitig verstarb.

Parallel zum Drummers Institute began Jan seine Karriere als Theater- und Musical- Schlagzeuger. Er arbeitete zudem mit zahlreichen Rock-, Soul- und Jazzprojekten beispielsweise mit Denise Brookes, Wallenstein, Peter Bursch, Rosani Reis, Valary Simons, Hollywood Bebop und vielen mehr.

Im Jahre 2009 erweiterte Jan Rohlfing sein Drummers Institute um das Band-House, in dem ein Tonstudio, vierzig Musikproberäume sowie drei komplett mit Backline (P.A., Gitarren- und Bassamp, Drums und Keyboards) ausgestattete Proberäume zur stundenweisen Anmietung eingerichtet wurden.

Für über zwei Jahrzente spielte Jan in nahezu allen Musical und Theatershows – Starlight Express, Cats, Rocky Horror, Jesus Christ, Evita, City of Angels oder Black Rider – und sogar klassische Perkussion bei Phantom der Oper. Zehn Jahre war Jan festes Mitglied der Stage Entertainment in Essen, die unter anderem mit der Uraufführung „Elisabeth“ die erfolgreichsten Musicals in Deutschland produzierten.

Nach mehr als zwanzig Jahren Theaterarbeit und fünfundzwanzig Jahren Drummers Institute, hat Jan sein Arbeitspensum von bis zu 300 Konzerten im Jahr heruntergefahren um mehr Freiheit und Inspiration für neue Projekte zu erlangen. Eines davon ist sein eigenes Studio – Sound Lab Production – welches er sich zu Hause eingerichtet hat.

In seinem Sound Lab Studio produziert und recorded Jan verschiedene Musik, die beispielsweise als Playbacks und Hörbeispiele am Drummers Institute eingesetzt werden oder Playbacks für die Streicher Klassen seiner Ehefrau; ebenso werden Drum Tracks für vorproduzierte Alben verschiedener Künstler, Drum Tracks für Gitarrenlehrbücher (P.Bursch, A.Scheinhütte) eingespielt und nicht zuletzt arbeitet Jan an seinen eigenen Stücken und Arrangements.